Die Simpsons
Hervorragende Mischung aus wirkungsvollem Slapstick, hinterhältiger Kritik der amerikanischen Lebensart und popkultureller Anspielungen. Zeichentricksatire, USA 2007, FSK: ab 6 Jahre, 87 Minuten;
01.11 20.00 Uhr
Filme im Stadtkino
Familienvater Homer Simpsons Inkompetenz ist legendär. Diesmal übertrifft sich die Couch-Potatoe aber selbst und löst in Springfield das totale Chaos aus. Dabei fängt alles so harmlos an: mit einem kleinen Schwein, das Homer vor dem Schlachtermesser rettet und zu Marges Unmut in die Familie aufnimmt. Die Folgen sind derart dramatisch, dass dafür die 22 Minuten einer TV-Folge niemals ausgereicht hätten!
Für den 87-minütigen Breitwand-Ausflug ihrer Erfolgsfamilie haben Matt Groening und sein Team bewährter Mitstreiter – darunter Regisseur David Silverman, der auch Pixars "Die Monster AG" verantwortet hatte –noch einmal alles aufgefahren, was den "Simpsons" ihren Status als langlebigste und beliebteste Zeichentrickserie beschert hat: Eine in anfänglich atemberaubender Taktung servierte Mischung aus wirkungsvollem Slapstick, hinterhältiger Kritik der amerikanischen Lebensart und popkultureller Anspielungen.
Vor allem richten sich Wut und Spott der "Simpsons"-Macher diesmal gegen die amerikanische "Homeland Security", gegen Machtrausch und Missachtung der Bürgerrechte im Zuge von Antiterror-Maßnahmen und anderen Krisen. Homer, das Sinnbild des desinteressierten US-Bürgers, muss Einsicht und den Helden in sich finden, um gegen derartigen Missbrauch aufzustehen. So viel satirische Aufarbeitung amerikanischer Zustände, von der hohen Politik bis zur Auflösung der Familien, wagen sonst nur ganz wenige Filme. Und die sind dann selten so unterhaltsam. (kino.de)




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