Full Metal Village
Deutschland 2007 - Regie: Sung-Hyung Cho - Darsteller: (Mitwirkende) Uwe Trede, Lore Trede, Klaus H. Plähn, Norbert Venohr, Birte Venohr, Ann-Kathrin Schaack, Malena Schaack - Prädikat: besonders wertvoll - FSK: ohne Altersbeschränkung - Länge: 90 min
07.02 20.00 Uhr
Filme im Stadtkino
Wenn der Kirchenchor "Großer Gott, wir loben Dich" anstimmt, ertönt ein paar hundert Meter Luftlinie entfernt auf der Black Metal Stage ein lautes Grollen. Dort grölt der Leadsänger von "Kreator" gerade "Enemy of God" ins Mikrofon und brüllt etwas vom grenzenlosen Hass, der Unsterblichkeit des Bösen und von Visionen des Tötens.
Der kulturelle Unterschied zwischen den Bewohnern von Wacken und den aus der ganzen Welt angereisten Heavy Metal Fans kann bei oberflächlicher Betrachtung nicht größer sein. Hier Spitzenblusen, goldene Kruzifixe und dunkle Einreiher, da schwarze Lederhosen, Nietenhalsbänder, tätowierte Teufel und schulterlange Haare.
Einmal im Jahr, am ersten Wochenende im August, ist es in dem kleinen schleswig-holsteinischen Dorf Wacken vorbei mit Ruhe und Beschaulichkeit, die sonst das Leben in der 2000-Seelen-Gemeinde prägt, denn dann findet für drei Tage das Wacken Open Air Festival statt.
"Full Metal Village" setzt sich mit dieser kuriosen, liebenswürdigen Begegnung zweier Kulturen auseinander. Der Film dokumentiert jedoch - über das temporäre Musikereignis hinaus - das Bild einer ländlichen Gemeinde, deren Identität und deren Zusammenhalt ohne das Heavy Metal Festival nicht mehr denkbar scheint.
„Die in Deutschland lebende Koreanerin Sung-Hyung Cho porträtiert in ihrem Film das Dorf und einige seiner Bewohner. So ungewöhnlich, amüsant und unterhaltsam zugleich ist ihre Dokumentation geworden, dass sie dafür als erste Dokumentarfilmerin überhaupt vor kurzem den Max-Ophüls-Preis gewann.“ (ZDF – Aspekte)
„Ein herrlich amüsanter und gelungener Film, der zeigt, dass nicht jedes Landei automatisch die Einfalt gepachtet hat.“ (3sat – FilmTip)




< zurück | offizielle Filmseite >