Ein Junge beschäftigt sich beim chatten plötzlich mit sonderbaren Zeichen und trifft sich mit einem Mädchen an der A 2 bei Garbsen, ein alter und ein junger Bestatter philosophieren über Leben und Tod, ein Jazzstück tanzt bunt animiert über die Leinwand, ein junger Mann strandet bei Nebel im Wattenmeer und ein Autofahrer ist in einer surrealen Autowerkstatt gefangen.
Wer mehr über die spannenden und anrührenden Geschichten aus Norddeutschland erfahren möchte, sollte das neue Programm mit fünf Kurzfilmen auf keinen Fall versäumen.
Felix
D 2007 - Buch, Regie: Andreas Utta - Kamera: Anna Raettig - Darsteller: Max Wrobel, Jella Alpert, Oda Thormeyer, Wolfgang Michalek u.a. 20 Min.
Der zwölfjährige Felix verlagert seine Freizeitaktivitäten vom Fußballspielen ins Internet, sehr zum Leidwesen seiner Eltern. Dass er sich dort mit sonderbaren Zeichen beschäftigt, bleibt diesen verborgen. Im Chatroom hat er „Taubenfee“ kennen gelernt, die ihn jetzt endlich persönlich treffen möchte. Doch Felix erfindet Ausreden, stimmt dann aber endlich einem Treffen zu, das an ungewöhnlicher Stelle stattfinden wird …
Ein anrührender Film über eine erste Begegnung, die durch eine Unaufrichtigkeit in Gefahr gerät...
Kinderfilmpreis des MDR für das beste Drehbuch u.a.
Der Fährmeister
D 2007 - Buch, Regie: Jörg Bruhn - Kamera: Franz Rath bvk - Darsteller: Günter Lamprecht, Radik Golovkov – 15 Min.
In eindrucksvollen Bildern erzählt der Film die Parabel vom alten Fährmann, der die Seelen der Toten vom Diesseits ins Jenseits bringt. Günter Lamprecht spielt einen alten ungewöhnlichen Leichenbestatter, der mit seinem jungen Kollegen auf einer Landstraße in der nächtlichen Provinz mit dem Leichenwagen unterwegs ist. In der Enge des Leichenwagens philosophieren beide über Leben und Tod, abgeklärt der Ältere, in traumatischen Erinnerungen der Jüngere. Ruhige Kamerabewegungen und eine brillante Lichtsetzung unterstreichen den meditativen Charakter des Films.
Nominiert für den deutschen Kurzfilmpreis
Stoppages
D 2007 - Konzeption, Produktion, Animation: Astrid Hagenguth - Musik: “Stoppages Est Plus” von iso68, gespielt von Calexico – 4 Min.
Der experimentelle Animationsfilm von Astrid Hagenguth, ist eine animierte Visualisierung des Jazzstückes „Stoppages Est Plus“ von iso68. Der Film greift die exotische Stimmung des Stückes auf und setzt die musikalischen Motive in abstrakte Formen um. Mit seiner verspielten Farbigkeit und musikalischen Flächigkeit steht Stoppages in der Tradition abstrakter Filme wie der von Oskar Fischinger.
Die Zigarrenkiste
D 2008 - Regie: Matthias Klimsa - Kamera: Theo Müller - Darsteller: Max Riemelt, Anne Moll, Joachim Kappl, Konstantin Graudus, Marek Harloff
Trotz dichten Nebels über dem ostfriesischen Wattenmeer findet der angehende Seemann Tjark Evers zwei Männer, die ihn zum Weihnachtsfest nach Baltrum bringen, wo seine Familie bereits auf ihn wartet. Als das Boot auf Land stößt, springt er auf den Strand. Doch er ist nicht auf Baltrum sondern auf einer Sandbank angekommen und die eiskalte Flut steigt. Ein Film nach einer wahren Begebenheit im Jahre 1866.
Max Ophüls Preis (bester Kurzfilm)
Die große Werkstatt
D 2006/2007 - nach einer Kurzgeschichte von T. C. Boyle - Regie: Uwe Nagel - Kamera: Eva Fleig - Darsteller: Götz Schubert, Julia Richter, Laszlo I. Kish u.a. - 27 Min.
Der Zuschauer erlebt und durchleidet mit Herrn Behrens den Alptraum jeden Autofahrers: Panne, irgendwo auf einer einsamen Landstraße. Es ist Nacht, es regnet und kein Telefon weit und breit. Da taucht aus dem Nichts ein Abschleppwagen auf. Der Mechaniker, ein unfreundlicher und gefährlich aussehender Bursche, schleppt Behrens und sein Auto in eine große Werkstatt, irgendwo im Niemandsland. Behrens muss zusammen mit früher gestrandeten Autofahrern, in einem schmuddeligen Schlafraum übernachten. Aggressive Mechaniker bedrohen sein Leben. Seine Fluchtversuche scheitern kläglich. Am Ende sieht Behrens nur noch einen Ausweg ...




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